Multitasking sucks

Multitasking sucks

Autor: Hettl Consult
21. November 2019

Multitasking sucks

Multitasking sucks meint, dass Multitasking nicht funktioniert! So viel wie möglich auf einmal zu erledigen, nebenbei To do-Listen bearbeiten und noch ein Telefonat führen. Das wäre es, Effizienz pur. Multitasking hat sich als Begriff etabliert und dieser gilt vielfach als unausgesprochene Anforderung, als das Nonplusultra der Aufgabenerfüllung.

Hohe Erwartungen

Denn wer alles auf einmal macht, schafft einfach mehr und verbessert nicht nur die eigenen Ergebnisse, sondern den Erfolg der gesamten Abteilung. So lautet ein weit verbereiteter Irrtum. In der täglichen Praxis funktioniert Multitasking funktioniert nicht! Leider nicht! Doch hält sich der Begriff weiter hartnäckig in Unternehmen und auch bei den Erwartungen von Führungskräfte an ihre Mitarbeiter.

Mehr Fehler passieren

Vielfach werden Mitarbeiter zum Multitasking animiert und damit teils an den Rand der ihrer Leistungsfähigkeit gebracht. Im Anschluss wird ihnen auch noch die Schuld für Fehler oder schlechte Ergebnisse gegeben. Multitasking führt im Kern dazu, dass Sie länger brauchen und sich leichter von Ihren Aufgaben ablenken lassen und in der Folge mehr Fehler machen. Das Heißt Multitasking dauert länger und liefert im Endeffekt schlechtere Ergebnisse. Multitasking funktioniert schlichtweg nicht.

Mach mal schnell

Diese Erkenntnis akzeptieren Führungskräfte leider nicht. Das Problem für Mitarbeiter ist, dass sie mehr oder weniger zum Multitasking gezwungen werden. Dies passiert beispielsweise mit der bekannten Aussage: Das können Sie doch noch schnell machen oder reinschieben. Damit erwartet der Chef die Ergebnisse zu verschiedenen Aufgaben bei gleicher Deadline. Das erzeugt Druck und Mitarbeiter versuchen alles irgendwie gleichzeitig in den Griff zu bekommen.

Die Folgen sind meist Überforderung und der Versuch, mehrere große Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen. Das führt zu anhaltendem Stress. Weiter geht es dann mit Frust über die schlechten Ergebnisse, mit denen man selbst unzufrieden ist, gefolgt von Ärger über den Chef, der dann die abgelieferte Arbeit auch noch kritisieren, die von vornherein nicht zu schaffen war.

Tipps dem Multitasking entgehen

Sie tun sich mit dem Multitasking selbst keinen Gefallen, ganz im Gegenteil, Sie werden unzufrieden und fühlen sich gestresst. Werden Sie aktiv und ziehen eine Grenze. So gelingt es Ihnen, dass Sie vom reagieren wieder mehr ins agieren kommen. Dazu die folgenden konkreten 3 Tipps:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Chef. Kommunikation und offenes Ansprechen des Themas, hilft Ihnen, nicht immer wieder ins Multitasking abzugleiten. Wenn Ihr Chef Ihnen mal wieder viel zu viele Aufgaben gibt und will, dass Sie alles gleichzeitig erledigen, dann sprechen Sie ihn darauf an. Sagen Sie dass Sie in diesem Fall nicht dafür garantieren können, dass alle Ergebnisse optimal ausfallen werden. Sagen Sie, dass Sie immer Ihr Bestes geben und nicht mit sich selbst zufrieden sind, wenn Sie eine Aufgabe nur halbherzig erledigen. Sie signalisieren damit, dass Ihnen auch die Qualität Ihrer Arbeit wichtig ist.
  • Setzen Sie Prioritäten und legen Sie von vorneherein fest, was die wirklich wichtigen Aufgaben sind. Halten Sie sich an Ihre Prioritäten und überprüfen Sie regelmäßig, ob sich daran etwas geändert hat.
  • Überprüfen Sie Ihre Arbeitsweise. Denn wenn bei Ihnen ständig angezeigt wird, dass Sie eine Mail erhalten haben, das Telefon alle fünf Minuten klingelt und laufend Kollegen in Ihrer Tür stehen, dann wird es schwierig, dass Sie konzentriert arbeiten können. Werden Sie sich über Ihre Gewohnheiten klar und ändern Sie diese konsequent.

Über den Autor:

Dr. Matthias Hettl ist bekannt als internationaler Managementberater. Er trainiert und coacht Vorstände, Geschäftsführungen und Führungskräfte. Zudem vertrat er eine Professur für Management und verfügt über langjährige Führungsexpertise. Erfahrung hat er als Aufsichtsrat, Geschäftsführer sowie auch international als Consultant bei den Vereinten Nationen. Als renommierter Management- und Führungsexperte ist er ein gefragter Speaker.

Mehr Informationen unter: Hettl Consult

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