ABC-Mitarbeiter

ABC-Mitarbeiter, das ist eine Einteilung von Steve Jobs. Er hat seine wichtigste Ressource in A-Mitarbeiter, B-Mitarbeiter und C-Mitarbeiter eingeteilt und meinte damit, dass es unterschiedlich motivierte und qualifizierte Mitarbeiter gibt.

Eine ähnliche Einteilung nimmt die Firma Gallup vor, die A-Mitarbeiter emotional an das Unternehmen gebunden beschreibt. B-Mitarbeiter machen aus Sicht von Gallup „Dienst nach Vorschrift“ und die C-Mitarbeiter haben innerlich gekündigt. Es gibt also einen deutlichen Leistungsabfall von A zu C.

ABC-Mitarbeiter – die Einteilung

Was unterscheidet nun die drei Buchstaben voneinander. Es sind Welten. Jede Führungskraft, welche mit A-Mitarbeitern zu tun hat, weiß, was das für ein Segen ist. Diese sind flexibel, fragen, was sie noch tun können, sind gut gelaunt, stecken die anderen mit ihrer positiven Einstellung an, liefern überpünktlich das ab, was sie zusagen, übernehmen Verantwortung und sind lösungsorientiert. Wie sagte schon Jack Welch „they are hard to find, but easy to superwise“.

Ein B-Mitarbeiter kommt pünktlich und geht auch pünktlich. Dieser macht in seinem „9 bis 5 Uhr Tag“ genau das, was er soll, jedoch nicht mehr als nötig. Er erfüllt die Anforderungen und das ist es. Flexibel ist dieser eher weniger. Er ist ein Durchschnittsmitarbeiter. Es fehlt ihm aber das nötige Herzblut für seine Arbeit. Bei B-Mitarbeitern denkt man sich als Führungskraft, wenn der nur etwas mehr Motivation hätte, wäre das schon richtig gut. Aber sie können ihnen da nicht wirklich was vorwerfen. Sie schwimmen halt so mit.

Was Sie auf alle Fälle vermeiden sollten, sind C-Mitarbeiter in Ihrem Team zu haben. Das sind die Zitronen-Mitarbeiter im Gegensatz zu den Orangen-Mitarbeitern, sie schmecken sauer. C-Mitarbeiter haben meist ein Einstellungsproblem. Die anderen sind Schuld. Sie sind wenig bis gar nicht motiviert, sind generell langsam, liefern meist fehlerhaft ab und beschweren sich, dass sie zu viel Arbeit haben. Das übertragen sie dann auf ihre Kollegen und ziehen alle mit nach unten.

Richtiger Umgang mit C-Mitarbeiter

Als Führungskraft ist es Ihre Aufgabe allen Ihren Mitarbeitern ein wertschätzendes und inhaltlich hilfreiches Feedback geben. Von Ihren C-Mitarbeitern können Sie ca. 10 bis 20 Prozent „retten“ und diese mindestens wieder zu B-Mitarbeiter machen. Halten Sie vor allem Ihre A-Mitarbeiter bei Laune, denn der größte Demotivator für Ihre A-Mitarbeiter sind C-Kollegen.

In der Unternehmensberatung gilt der Spruch „up or out“. Also helfen Sie, wenn möglich Ihren C-Mitarbeitern aus dem Motivations- und Leistungsloch. Gelingt Ihnen dies, trotz redlichem Bemühen, innerhalb eines halben Jahre nicht, dann wäre es fahrlässig, wenn Sie diese weiter behalten. Finden Sie einen Weg, wie Sie für diese einen anderen Arbeitsplatz, in einer anderen Firma finden. Auch wenn es nicht einfach ist, es gibt hier keinen anderen Weg, sonst geht die Leistungsfähigkeit und die Motivation Ihres Teams insgesamt verloren.

Über den Autor:

Dr. Matthias Hettl ist bekannt als internationaler Managementberater. Er trainiert und coacht Vorstände, Geschäftsführungen und Führungskräfte. Zudem vertrat er eine Professur für Management und verfügt über langjährige Führungsexpertise. Erfahrung hat er als Aufsichtsrat, Geschäftsführer sowie auch international als Consultant bei den Vereinten Nationen. Als renommierter Management- und Führungsexperte ist er ein gefragter Speaker.

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