Wenn Mitarbeitern Vertrauen fehlt Hettl

Wenn Mitarbeitern Vertrauen fehlt

Autor: Hettl Consult
29. März 2018

Wenn Mitarbeitern Vertrauen fehlt

Wenn Mitarbeitern Vertrauen fehlt, gibt es für Jack Welch zwei Hauptgründe, warum das so ist.

„Vertrauen ist spürbar, sobald es da ist. Es stellt sich immer dann ein, wenn Führungskräfte offen und fair sind und Wort halten. So einfach ist das.“ (Jack Welch)

Die beiden Gründe – wenn Vertrauen fehlt

Den ersten Grund beschreibt er als unaufrichtigen Umgang miteinander. Dies weil unerfreuliche Wahrheiten von der Führungskraft nicht direkt angesprochen, sondern durch Floskeln und Schönrederei verschleiert werden. Aufrichtigkeit im Unternehmen lässt sich nach seiner Sicht nur dadurch erreichen, dass die Chefetage diesem Wert höchste Priorität einräumt, selbst konsequent danach handelt und diejenigen belohnt, die sich ebenso verhalten.

Als zweiten „Vertrauenskiller“ beschreibt er die Situation, wenn Führungskräfte „eine Sache sagen und eine andere tun“. Im Kern geht es darum, dass Führungskräfte sich darüber klar sein sollen, dass ihre Mitarbeiter sie daran messen, wie sie zu ihren Worten stehen und wie sie danach handeln.

Völlige Offenheit ist unrealistisch

Sie gehen als Leader davon aus, eine vertrauensvolle und offene Beziehung zu Ihren Mitarbeitern zu haben. Da Sie zugänglich sind und einen lockeren, kollegialen Umgang pflegen. Es kann gut sein, dass Sie enttäuscht feststellen, dass dieses vermeintlich vertrauensvolle Verhältnis in Krisenzeiten wenig belastbar ist. Es ist eine unrealistische Erwartung, dass Ihre Mitarbeiter Ihnen alle ihre Stärken und Schwächen, wie auch ihre beruflichen Pläne und Ambitionen, in völliger Offenheit mitteilen.

Erfahrungen in schwierigen Situationen

Ein Gradmesser für Vertrauen ist die Frage, welche Erfahrungen Sie mit Ihren Mitarbeitern in schwierigen Situationen gesammelt haben. Gerade wenn wirtschaftliche Einschnitte oder im schlimmsten Fall Entlassungen drohen.

  • Haben Ihre Mitarbeiter mit Angst und Rückzug reagiert und nicht über ihre Sorgen und Nöte gesprochen, sondern ihre Gedanken für sich behalten?
  • Sind sie ohne Vorwarnung zum Betriebsrat geeilt oder haben sie sich im Stillen einen neuen Job gesucht und Ihnen vielleicht sogar die Kündigung auf den Tisch gelegt?

Dann war das ein Zeichen nicht vorhandenen Vertrauens zu Ihnen als Leader. Wie ist das in Ihrem Führungsalltag?

Über den Autor:

Dr. Matthias Hettl ist als international bekannter Managementberater, Trainer und Coach für Vorstände, Geschäftsführungen und Führungskräfte tätig. Er vertrat eine Professur für Management, verfügt über langjährige Führungserfahrung, u. a. als Aufsichtsrat, Geschäftsführer sowie auch international als Consultant bei den Vereinten Nationen. Als renommierter Speaker ist er ein gefragter Management- und Führungsexperte.

Mehr Informationen unter: Hettl Consult

Aktuell beliebte Beiträge

Alle

Schlagwörter