Fixed Mindset vs Growth Mindset Hettl

Fixed Mindset vs Growth Mindset

Autor: Hettl Consult
13. Dezember 2018

Fixed Mindset vs Growth Mindset

Fixed Mindset vs Growth Mindset – Haben Sie einen einen eher statisches Selbstbild oder einen dynamisches Selbstbild von sich. Das ist der wahrscheinlich wichtigste Unterschied in der Denkweise von Menschen. Denn es ist ein zentraler Unterschied zwischen diesen beiden Einstellungen. Einem statischen Selbstbild (Fixed Mindset) und einem dynamischen Selbstbild (Growth Mindset). Carol Dweck hat diese Begriffe in ihrem Buch Mindset bekannt gemacht, welches bei Brainpickings hervorragend beschrieben wird.

Statik vs Wachstum

Menschen mit einem Fixed Mindset sehen ihre Fähigkeiten und Intelligenz eher als etwas Gegebenes an. Das heißt etwas mit festen Grenzen. Sie scheuen Herausforderungen, unsicheres Terrain und Kritik. Sie sehen Scheitern als eine Bestätigung ihrer eigenen Limitierungen an. Menschen mit einem Growth Mindset hingegen erkennen in Herausforderungen, sich bietenden Lernmöglichkeiten. Daher sehen Sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten als vermehrbar. Als sich entwickelnd an. Das insbesondere in Zusammenhang mit ihrem persönlichen Einsatz.

Zwei Denkweisen – Fixed Mindset vs Growth Mindset

Die beiden unterschiedlichen Denkweisen haben im Alltag erhebliche Auswirkungen. Da sie sich in vielen erkennbaren Charaktereigenschaften von Menschen widerspiegeln. Sie lassen sich auch in Ihrem Umfeld an Menschen erkennen. Besonders ein Fixed Mindset kann manch ungünstige Verhaltensweisen erklären:

  • Angst vor Prüfungen: Jede Prüfungssituation ist für Fixed Mindset Menschen mit großem Stress verbunden. Sie fragen sich, werde ich scheitern? Werde ich mich lächerlich machen? Reichen meine Fähigkeiten aus, um von den anderen akzeptiert zu werden?
  • Risiko und Herausforderung scheuen: Fixed Mindest Menschen vermeiden Unsicherheit, da diese unterbewusst als Möglichkeit für Blamage angesehen werden.
  • Sich beweisen müssen: Fixed Mindset Menschen neigen dazu ihre Leistungen hervorzuheben. Sie  verharmlosen Fehler. Und dies bis hin zur Unaufrichtigkeit. Da Fehler und Scheitern als unveränderbares Zeichen für persönliche Schwäche gelten, hängt ihr Selbstbewusstseins eng an den Leistungen.
  • Beziehung in Frage stellen: Fixed Mindset Menschen erwarten von ihren Partnern oft sehr viel. Aufgrund der gefühlten Unveränderbarkeit des Charakters stellt jede Herausforderung innerhalb der Beziehung ein existentielles Problem dar. Jede Meinungsverschiedenheit führt dazu, ganze Beziehung in Frage zu stellen.

Fixed Mindset vs Growth Mindset – Unterschied und Folgen

Menschen mit einem Growth-Mindset:

  • entwickeln sich in jedem Bereich weiter, der sie interessiert. Weil sie nämlich glauben, dass sie nur ordentlich üben und sich anstrengen müssen. Dann erreichen sie jedes realistische Ziel, was sie erreichen wollen.
  • setzen ihre Lebensträume und Wünsche um. Sie sind fest davon überzeugt, dass sie es selbst in der Hand haben, ob sie etwas erreichen können.
  • haben einen entkrampften Umgang mit Fehlern und Misserfolgen. Weil ein Misserfolg einfach nur aufzeigt, wo man noch weiter wachsen kann. Ein Fehler sagt nur: „Du kannst es noch nicht.“
  • schreiben ihre Erfolgsaussichten nicht ihrer Herkunft oder ihrem von der Natur gegebenen Talent zu.
  • glauben daran, dass sie fast alles erreichen und lernen können. Wenn sie sich durchbeißen, wenn sie üben, wenn sie sich nur genug anstrengen.

Menschen mit einem Fixed Mindset:

  • entwickeln sich nur in einem bestimmten Bereich weiter. Nämlich dort, wo sie ohnehin schon ganz gut sind und so wenig Fehler wie möglich machen werden.
  • entwickeln sich so gut wie gar nicht weiter. Weil sie der Überzeugung sind, für nichts so richtig Talent zu haben.
  • setzen ihre Wünsche und Lebensträume meist nicht um. Da sie vor Herausforderungen zurückschrecken.
  • haben zumeist große Angst, Fehler zu machen. Weil Fehler einem Urteil gleichkommen: „Du kannst das nicht.“
  • haben das Gefühl, versagt zu haben, wenn sie Herausforderungen nicht auf Anhieb bewältigen.
  • leben oft mit einem diffusen Gefühl der Bedrohung und der Angst. Weil sie wissen, dass selbst das wohl geordnetste Leben Herausforderungen an sie stellt. Vor denen fürchten sie sich dann.
  • schreiben ihre Erfolgsaussichten ihrer Herkunft oder ihrem von der Natur gegebenen Talent zu.

Verhalten ist veränderbar

Die gute Nachricht ist, dass diese Verhaltensweisen erlernbar sind. Die Weichen dazu werden schon in frühester Kindheit gestellt. Die Erziehung ist also wichtig. Dies vermittelt auch ein TED-Talk von Carol Dweck, in dem sie besonders ihre Studien und Erfahrungen mit High School Schülern beschreibt. 

Das heißt nicht, dass alle gleich sind

Eine zentrale Erkenntnis der Forschungen um das Growth-Mindset von Carol Dweck ist: Unser Erfolg im Leben hängt in erster Linie von unserer Bereitschaft ab, zu üben, dazuzulernen und uns zu entwickeln.

Über den Autor:

Dr. Matthias Hettl ist bekannt als internationaler Managementberater. Er trainiert und coacht Vorstände, Geschäftsführungen und Führungskräfte. Zudem vertrat er eine Professur für Management und verfügt über langjährige Führungsexpertise. Erfahrung hat er als Aufsichtsrat, Geschäftsführer sowie auch international als Consultant bei den Vereinten Nationen. Als renommierter Speaker ist er ein gefragter Management- und Führungsexperte.

Mehr Informationen unterHettl Consult

Aktuell beliebte Beiträge

Alle

Schlagwörter