The Speed of the Boss is the speed of the Team

The Speed of the Boss is the Speed of the Team sagt Lee Iacocca, der große amerikanische Auto-Chef. Er meint damit: „Die Geschwindigkeit des Chefs ist die Geschwindigkeit des Teams.“ Und das ist unglaublich wahr und gut auf den Punkt gebracht.

Als Unternehmer befinde Sie sich auf „einer wenig befahrenen Straße“. Ihre zentrale Herausforderung besteht darin, dass Sie sich selbst hohe und erreichbare Ziele setzen (etwas, was die meisten Menschen nicht tun können) und dann unermüdlich daran zu arbeiten, diese Ziele nicht nur zu erreichen, sondern sich nicht auszuruhen und ständig neue Ziele zu finden, die Sie dann wieder erreichen.

Gefühl der Dringlichkeit

Es ist tatsächlich eine Notwendigkeit, ein Gefühl der Dringlichkeit zu entwickeln, das sich auf Ihr gesamtes Unternehmen auswirkt. Niemand wird sich selbst hohe Ziele setzen. Sie müssen die Person sein, die sich diese hohen Ziele setzt. Und Sie haben Mitarbeiter um sich herum, welche Sie dabei unterstützen, diese Ziele zu erreichen.

Insbesondere Unternehmensgründer beginnen stark, aber innerhalb weniger Monate oder vielleicht nach einem Jahr fangen sie an, sich zurückzulehnen. Es erlischt der Elan. Erst langsam und dann immer mehr. Sie fangen an, bei bestimmten Dingen innerhalb des Unternehmens zu zögern. Sie gehen davon aus, „Nun, wir verdienen Geld, ich bin sicher, es wird so weiter gehen.“ Und dann fangen sie an, sich zu wohl zu fühlen und verlieren massiv an Geschwindigkeit. Die Organisation hat zu wenig Drive. Ihre Mitarbeiter sehen das und denken: „Ich könnte jetzt auch mal etwas Geschwindigkeit rausnehmen.“

Vorsicht: Selbstgefälligkeit

Sehr schnell kann Ihre Organisation selbstgefällig werden. Und leider trägt niemand die Verantwortung dafür außer Ihnen, dem Chef. Deshalb denken Sie daran, es liegt an Ihnen, gleich zu Beginn die richtige Art von Geschwindigkeit in Ihr Unternehmen zu bringen. Denn es wird sonst enorm schwierig, eigentlich unmöglich, diese später etablieren zu wollen.

Sobald eher behäbige Gewohnheiten erst mal etabliert sind, können diese nur schwer wieder aufgebrochen werden. Sobald die Menschen wissen, dass es okay ist, zu zögern, werden sie es tun. Wenn Sie Managern erlauben Zieltermine nur einzuhalten, von denen Sie wissen, dass diese auch schneller ausgeführt werden könnten, dann gefährden Sie Ihren Erfolg. Selbst wenn die Ziele dann pünktlich erledigt werden. Es geht nicht darum, diese pünktlich zu erledigen. Ziel ist es, sie schnell, effektiv und mit Begeisterung zu schaffen. Speed up!

Kultur der Schnelligkeit etablieren

Denken Sie immer an das nächste große Ding, das nächste große Thema, das Sie etablieren wollen. Das nächste revolutionäre iPhone, das bessere Facebook oder Amazon. Auch wenn Ihnen das nur bedingt gelingt, heißt das nicht, dass Sie nicht erfolgreich sein können. Es bedeutet nur, dass Sie so viel härter arbeiten müssen, um besser und schneller als die Konkurrenz zu sein.

Um dies zu erreichen, dürfen sie keine Minute zögern, Ihr Team – und sich selbst – voranzutreiben. Wenn Sie Ihr Umfeld nicht dazu bringen, Dringlichkeit in ihre Arbeit zu integrieren, werden Sie es nie schaffen, große Ziele zu erreichen.

Und wenn Sie jemanden in Ihrem Team haben, der zu wirklich großartige Dinge fähig ist, dann fördern Sie ihn. Geben Sie diesen Mitarbeitern mehr Verantwortung. Zeigen Sie den übrigen Teammitgliedern, dass genau das, das Verhalten ist, wonach Sie suchen. Ihre Mitarbeiter werden dadurch wachsen.

Diese Art von Führung ist nichts für schwache Nerven. Aber sie hat sich für mich und die Teams, die ich aufgebaut habe, sehr bewährt. Also geben Sie sich mit nichts geringerem als Exzellenz zufrieden. Viel Erfolg beim Geschwindigkeit aufnehmen!

Über den Autor:

Dr. Matthias Hettl ist bekannt als internationaler Managementberater. Er trainiert und coacht Vorstände, Geschäftsführungen und Führungskräfte. Zudem vertrat er eine Professur für Management und verfügt über langjährige Führungsexpertise. Erfahrung hat er als Aufsichtsrat, Geschäftsführer sowie auch international als Consultant bei den Vereinten Nationen. Als renommierter Management- und Führungsexperte ist er ein gefragter Speaker.

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