Führungsinstrument Anerkennung – die Basis für Mitarbeitermotivation

Führungsinstrument Anerkennung – Eines der elementarsten menschlichen Bedürfnisse ist das Bedürfnis nach Anerkennung. Anerkennung kostet Sie nichts, Sie erreichen dadurch aber unglaublich viel bei Ihren Mitarbeitern. Gerade Ihre neuen und unsicheren Mitarbeiter benötigen Anerkennung. Dadurch stabilisieren Sie deren Leistung und geben ihnen positives Feedback zu der ausgeführten Tätigkeit. Durch Anerkennung entwickeln Sie Ihre Mitarbeiter weiter, bestätigen sie und stärken deren Selbstvertrauen.

Voraussetzung für positive Ergebnisse

Durch Anerkennung verschaffen Sie Erfolgserlebnisse und diese sind die wesentliche Voraussetzung für eine dauerhafte positive Einstellung und für das Erzielen optimaler Arbeitsergebnisse. Wenn Ihre Mitarbeiter erleben, dass sie Erfolg haben, dann werden sie dieses Verhalten wiederholen. Die Anerkennung selbst kleiner Fortschritte spornt Ihre Mitarbeiter zu weiteren Bemühungen an, deshalb ist Anerkennung so wichtig.

Anlässe für Anerkennung

Es gibt genügend Anlässe um Anerkennung auszusprechen. Sie brauchen Ihre Aufmerksamkeit nur auf die Augenblicke zu richten, in denen Ihre Mitarbeiter gute Ergebnisse erzielen, sich motiviert ihrer Arbeit zuwenden oder Routinearbeiten gewissenhaft ausführen. „Erwischen“ Sie Ihre Mitarbeiter dabei, wenn Sie etwas Positives tun, und sagen Sie es ihnen. Hier hilft Ihnen das Wörtchen Danke, mit dem Sie wahre Wunder bewirken können. Es geht dabei mehr um Ihre Aufmerksamkeit, auch die kleinen Dinge zu sehen und festzustellen, dass das ein guter Bericht oder eine gute Präsentation war oder dass Sie Ihrem Mitarbeiter Danke dafür sagen, dass er gestern länger geblieben ist, um die Budgetzahlen noch fertig zu stellen.

Bestätigung ist Leistungsdoping

Jeder Ihrer Mitarbeiter möchte von Zeit zu Zeit ausdrücklich bestätigt wissen, dass die geleistete Arbeit den Anforderungen entspricht. Damit heben Sie die Arbeitsfreude und stärken die Arbeitsmoral Ihrer Mitarbeiter. Wenn Sie Anerkennung aussprechen, dann müssen Sie dies aufrichtig und ehrlich tun. Insbesondere müssen Sie die erbrachte Leistung Ihres Mitarbeiters individuell und präzise anerkennen. Ihre Mitarbeiter haben ein ausgeprägtes Gespür dafür, ob Sie die Anerkennung ehrlich meinen.

Konkrete Ergebnisse loben

Bei der Anerkennung müssen Sie sich auf ein konkret erbrachtes Leistungsergebnis bzw. auf ein spezifisches Verhalten, was zum Erfolg geführt hat, beziehen. Vermeiden Sie unklare Pauschalformulierungen und allgemeine Floskeln. Werden Sie konkret und begründen Sie, warum Sie zufrieden sind. Beispielsweise können Sie sagen: „Die letzte Präsentation war beeindruckend, besonders hat mir Ihre Souveränität gefallen, mit der Sie die Zuhörer beeindruckt haben.“ Durch konkrete Zahlen, Daten und Fakten werden Ihre anerkennenden Worte glaubwürdig und nachvollziehbar. Dadurch empfindet Ihr Mitarbeiter das Gefühl, die Anerkennung wirklich verdient zu haben.

Ehrlich und authentisch

Wichtig ist, dass Ihre Anerkennung im richtigen Augenblick und in passender Weise erfolgt. Ihr Mitarbeiter muss erkennen, dass Sie sich jetzt und individuell bei ihm bedanken wollen. Daher genügen oft ein Lächeln, ein bestätigendes Kopfnicken oder Ihr verbaler Dank. Hierdurch geben Sie Feedback, dass Sie die erfreuliche Arbeitsleistung positiv zur Kenntnis genommen haben. Hat Ihr Mitarbeiter seine Leistung erheblich übertroffen oder trotz schwieriger Bedingungen erreicht, dann sagen Sie ihm, dass Sie seine Leistung besonders anerkennen.

Finden Sie die richtige Worte

Anerkennung können Sie direkt oder auch vor anderen aussprechen. Auch wenn es dem einen oder anderen Ihrer Mitarbeiter ein wenig peinlich ist, wenn Sie ihn öffentlich loben, er hat es sich verdient. Die Kollegen sollen sich durchaus an ihm ein Vorbild nehmen. Orden werden öffentlich verliehen und so halten Sie es auch mit Ihrer Anerkennung. Es kommt dabei immer darauf an, wie Sie die Anerkennung vor den Kollegen aussprechen. Fühlen sich die anderen dadurch auch positiv angesprochen, nach der Devise, „Das schaff ich beim nächsten Mal auch“, dann haben Sie die richtigen Worte gefunden. So setzen Sie einen positiven Wettbewerb unter Ihren Mitarbeitern in Gang.

Jeder nimmt Anerkennung anders wahr

Berücksichtigen Sie, dass jeder Ihrer Mitarbeiter Anerkennung unterschiedlich wahrnimmt. Wenn Sie beispielsweise sachorientierte Anerkennung aussprechen, wie: ‚Da haben Sie gute Arbeit geleistet’, kann es durchaus sein, dass bei Ihrem Mitarbeiter diese Anerkennung nicht so schwer wiegt, wie wenn Sie ihm sagen, dass er gut erholt aussieht. Es kommt sozusagen darauf an, mit welchem Ohr, in welchem Sinn Ihr Mitarbeiter die Anerkennung wahrnimmt. Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, dass Ihr Mitarbeiter eine Anerkennung sachlich wahrnimmt oder aber er hört die Anerkennung auf dem persönlichen Ohr. Es hängt von Ihrem Mitarbeiter ab, in welcher Art und auf welchem Ohr er die Anerkennung wahrnimmt. Da jeder Leader so lobt, wie er gerne gelobt werden möchte, kann es durchaus sein, dass Ihr Mitarbeiter die Anerkennung nicht wahrnimmt. Deshalb sollten Sie beide Arten der Anerkennung kombinieren und herausfinden auf welchem Ohr Ihr Mitarbeiter mehr hört. Diese Art der Anerkennung wählen Sie dann in der Zukunft, um Ihren Mitarbeiter zu erreichen.

Anerkennung unmittelbar aussprechen

Die Anerkennung müssen Sie unmittelbar nach einer guten Leistung aussprechen. Bedenken Sie dabei, dass eine zu lange verzögerte Anerkennung vorenthaltenem Lohn in der seelischen „Lohntüte“ des Mitarbeiters entspricht. Nicht jeder Ihrer Mitarbeiter harrt geduldig auf eine von Ihnen noch ausstehende verdiente Anerkennung. Bei der Anerkennung muss Ihrem Mitarbeiter der Zusammenhang zwischen der geleisteten Arbeit und Ihrer Reaktion klar sein.

Anerkennungsgespräch

Mit dem Mitarbeitergespräch in Form des Anerkennungsgesprächs motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie deren Stärken stärken. Sie erhöhen ihr Selbstwertgefühl und verleihen ihnen zusätzlichen Antrieb und Vertrauen, um bessere Leistungen zu erbringen. Durch Anerkennung geben Sie Ihren Mitarbeitern Orientierung und spornen sie weiter zur effektiven Arbeit an. Außerdem beziehen Sie sie durch Ihr positives Feedback immer wieder in die Verantwortung für die gemeinsam zu leistende Arbeit mit ein. Das ist die Basis für nachhaltige Mitarbeitermotivation.

Über den Autor:

Dr. Matthias Hettl ist als international bekannter Managementberater, Trainer und Coach für Vorstände, Geschäftsführungen und Führungskräfte tätig. Er vertrat eine Professur für Management, verfügt über langjährige Führungserfahrung, u. a. als Aufsichtsrat, Geschäftsführer sowie auch international als Consultant bei den Vereinten Nationen. Als renommierter Speaker ist er ein gefragter Management- und Führungsexperte.

Mehr Informationen unter: Hettl Consult

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Matthias Hettl, Matthias.Hettl@Hettl-Consult.de; Tel. 09122 808 337; Hettl Consult, Zwieselweg 24, 91189 Rohr b. Nürnberg